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Neuigkeiten

Newsletter 21.03.2017

Neufang Akademie News 5/2017

Die Themen der heutigen News sind:
  • Großer Senat des BFH verwirft den Sanierungserlass des BMF
  • Behandlung von Auszahlungen aus öffentlich-rechtlichen Schweizer Pensionskassen
  • Keine Besteuerung für Zeiten der Fahruntüchtigkeit bei der privaten PKW-Nutzung
  • Auswirkungen der Teilnahme an Bonusprogrammen der Krankenversicherung auf die Einkommensbesteuerung
  • Arbeitsgemeinschaft Beratungspraxis 4/2017

Großer Senat des BFH verwirft den Sanierungserlass des BMF
Der Große Senat des BFH hat zu der umstrittenen Frage Stellung genommen, ob der Sanierungserlass, der es der Finanzverwaltung ermöglicht, bestimmte Unternehmensgewinne aus Billigkeitsgründen von der Besteuerung freizustellen, mangels gesetzlicher Rechtsgrundlage ein unzulässiges Sanierungsprivileg darstellt. [mehr]

Behandlung von Auszahlungen aus öffentlich-rechtlichen Schweizer Pensionskassen
In BerP 2017 Seite 76 wurde auf die neue Konsultationsvereinbarung hingewiesen. Nach dieser sind Leistungen aus dem Überobligatorium der zweiten Säule der betrieblichen Schweizer Alters­vorsorge zuzuordnen, so dass Einkünfte aus § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb EStG und bei einer Kapitalauszahlung solche i. S. von § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG in der jeweiligen Fassung (damit oftmals steuerfrei) vorliegen. [mehr]

Keine Besteuerung für Zeiten der Fahruntüchtigkeit bei der privaten PKW-Nutzung
Im Urteilsfall des FG Düsseldorf wurde ein Pkw an einen Arbeitnehmer überlassen und der Nutzungs­vorteil wurde mit der 1 %-Regelung versteuert. Dieser erlitt einen Hirn­schlag und der behandelnde Arzt hat für mehrere Monate ein Fahr­verbot aus­ge­sprochen. Das Fahrverbot wurde durch eine Fahrschule wieder auf­ge­hoben. [mehr]

Auswirkungen der Teilnahme an Bonusprogrammen der Krankenver-sicherung auf die Einkommensbesteuerung
Der BFH hat entschieden, dass eine Erstattung aufgrund eines Bo­nus­pro­gramms nach § 65a SGB V nicht zu einer Kürzung der abzugs­fähi­gen Vor­sorge­auf­wendungen führt. Mit dem BMF-Schreiben vom 6.12.2016 wendet die Verwaltung diese Rechtsprechung an. [mehr]

Arbeitsgemeinschaft Beratungspraxis 4/2017
Die Arbeitsgemeinschaft wird entweder geleitet durch Dipl.-Finanzwirt (FH) Michael Busch, Richter am Finanzgericht, Dipl.-Finanzwirt (FH) Simon Hartmann, Michael Schäfer, LL.B., Steuerberater oder Dipl.-Finanzwirt (FH) Teresa Urban, Steuerberater. [mehr]

Beratungspraxis 21.03.2017

Arbeitsgemeinschaft Beratungspraxis 4/2017

Themen dieser Arbeitsgemeinschaft sind insbesondere:

  • Aktuelle Rechtsprechung/Verwaltungsanweisungen zum Umsatzsteuerrecht
  • Rechnungstellung und Rechnungsberichtigung im Lichte der neuen Rechtsprechung
  • Aufteilung des Vorsteuerabzugs bei „gemischt-genutzten“ Gebäuden
  • Unrichtiger und unberechtigter Steuerausweis

Die Arbeitsgemeinschaft wird entweder geleitet durch Dipl.-Finanzwirt (FH) Michael Busch, Richter am Finanzgericht, Dipl.-Finanzwirt (FH) Simon Hartmann, Michael Schäfer, LL.B., Steuerberater oder Dipl.-Finanzwirt (FH) Teresa Urban, Steuerberater.

Die nachfolgenden Themen bilden den Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft:

Aktuelle Rechtsprechung/Verwaltungsanweisungen zum Umsatzsteuerrecht
Besprochen werden insbesondere

  • Vorsteuerabzug von Holdinggesellschaften bei Erwerb von Tochtergesellschaften,
  • Sale-and-lease-back Geschäfte als Mitwirkung bei bilanzieller Gestaltung,
  • Neues zur Steuerfreiheit von Umsätzen im Zahlungs- und Überweisungsverkehr,
  • Voraussetzungen für die Steuerbefreiung bei dem Betrieb einer Mensa,
  • Regelsteuersatz bei Hotelparkplätzen,
  • EuGH-Vorlagen zum Vorsteuerabzug aus Anzahlungen und zur Berichtigung bei Nichtaus­führung der Leistung,
  • unternehmerische Mindestnutzung bis 2015,
  • Vorsteuerabzug von Kapitalgesellschaften im Gründungsstadium,
  • Vorsteueraufteilung bei einem Blockheizkraftwerk,
  • Angabe des Bestimmungsorts in Rechnungen für innergemeinschaftliche Lieferungen.

Rechnungstellung und Rechnungsberichtigung im Lichte der neuen Rechtsprechung
Dieser Problemkreis wird den Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft bilden.
Ein hinreichend bekanntes Praxisproblem bei Umsatzsteuer­prüfungen ist Folgendes: Eine Rech­nung erfüllt nicht sämtliche Former­fordernisse des § 14 UStG. Sodann versagte die Finanzbehörde bislang den Vorsteuerabzug zum eigentlichen Leistungszeitpunkt. Wird die fehlerhafte Rechnung berichtigt, führt dies zum Vorsteuerabzug, aber erst zu dem Zeitpunkt, in dem die berichtige Rech­nung vorliegt. Die Folge sind temporäre Verschiebungen - damit ein „unechtes“ Mehr­ergebnis (Michel, DB 2017 S. 216 Tz. III.1) - wodurch jedoch häufig Zinsen i. S. des § 233a AO entstehen (So bislang auch BFH, Urteil v. 24.8.2006 V R 16/05, BStBl 2007 II S. 340), die eine echte wirtschaftliche Be­lastung darstellen.
Es war jedoch bereits in der Vergangenheit erkennbar, dass der EuGH hierbei eine andere Rechtsansicht vertritt (EuGH, Urteile v. 15.7.2010 C-368/09 (Pannon Gép Centrum kft), BFN/NV 2010 S. 1762; v. 8.5.2013 C‑271/12 (Petroma Transports), DB 2013 S. 1213), was er durch seine jüngste Recht­sprechung bestätigte (EuGH, Urteile v. 15.9.2016 C-518/14 (Senatex), DStR 2016 S. 2211; v. 15.9.2016 C-516/14 (Barlis 06), DStR 2016 S. 2216). Diese Recht­sprechung ist für die tägliche Beratungs­praxis in hohem Maße praxisrelevant. Beim Vorliegen der materiellen Voraussetzungen des Vorsteuerabzuges werden die formellen Anforderungen (insbe­sondere Rechnungsform) herabge­setzt. Der BFH hat sich der Auffassung des EuGH in weiten Teilen angeschlossen (BFH, Urteil v. 20.10.2016 V R 26/15, BFH/NV 2017 S. 252).

Aufteilung des Vorsteuerabzugs bei „gemischt-genutzten“ Gebäuden
Bei Unternehmern, die sowohl steuerfreie als auch steuerpflichtige Umsätze tätigen, können Vorsteuerbeträge nach § 15 Abs. 4 UStG nur teilweise beansprucht werden. Der EuGH und der BFH haben sich umfassend zur Frage des Aufteilungsmaßstabes geäußert.
Mit Blickwinkel auf diese neue Rechtsprechung wird die Vorsteueraufteilung im Speziellen für ge­mischt-genutzte Gebäude anhand von Beispielen aufgezeigt.

Unrichtiger und unberechtigter Steuerausweis
Der unrichtige oder unberechtigte Steuerausweis nach § 14c UStG nimmt in der Praxis immer mehr an Bedeutung zu; vor allem auch weil das besondere Augenmerk in der Betriebsprüfung auf die Vorschrift gerichtet ist. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Regelung des § 14c UStG. Thematisiert werden dabei auch die Besonderheiten, die im Falle der Rechnungsberichtigung einer § 14c UStG-Steuer zu beachten sind.

Themen dieser Arbeitsgemeinschaft sind insbesondere:

  • Aktuelle Rechtsprechung
  • Gebäude auf fremdem Grund und Boden bei Angehörigen
  • Neues BMF-Schreiben zu haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen
  • Privilegien für Elektro- und Hybridfahrzeuge

Die Arbeitsgemeinschaft wird entweder geleitet durch Tobias Bohnenberger, LL.B., Steuerberater, Dipl.-oec. Mirko Neufang, M.A., Steuerberater oder Michael Schäfer, LL.B., Steuerberater.

Die nachfolgenden Themen bilden den Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft:

Aktuelle Rechtsprechung
Dargestellt werden insbesondere Urteile zu diesen Themen:

  • Tägliches Auszählen einer offenen Ladenkasse
  • Keine Steuerermäßigung für vertragsgemäße Kapitalauszahlung aus einem Pensionsfonds der betrieblichen Altersversorgung
  • Gemeinsame Nutzung eines Arbeitszimmers durch Ehegatten oder mehrere Steuerpflichtige
  • Steuerliche Behandlung der Bonusleistungen einer Krankenkasse
  • Selbstbehalt bei einer privaten Krankenversicherung
  • Vermietung eines Einkaufszentrums kein Gewerbebetrieb
  • Betrieb des Entleihers keine erste Tätigkeitsstätte des Leiharbeitnehmers
  • Aufwendungen für beruflich veranlasste Feiern
  • Aufwendungen für die Erneuerung einer Einbauküche in einer vermieteten Wohnung
  • Doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen
  • Berufsausbildung durch berufsbegleitendes Studium beim Kindergeld
  • Wahlrecht und Widerruf bei § 37b EStG

Gebäude auf fremdem Grund und Boden bei Angehörigen
Gerade zwischen Ehegatten bereiten die steuer- und eigentumsrechtlichen Grundsätze im Grundstücksbereich teilweise erhebliche Probleme. Oftmals wird der Grund und Boden eines Angehörigen bebaut bzw. ein bestehendes Gebäude ausgebaut, ohne sich über die steuer­rechtlichen Folgewirkungen im Klaren zu sein. Wer darf was bilanzieren? Wie erfolgt die Ab­schreibung? Sind später stille Reserven zu besteuern?

Neues BMF-Schreiben zu haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen
In jüngster Zeit hat die Rechtsprechung einige wichtige Entscheidungen zu den haushaltsnahen Dienst­leistungen und Handwerkerleistungen getroffen und der bis­herigen Verwaltungs­meinung (BMF, Schreiben v. 10.1.2014 IV C 4 - S 2296-b/07/0003 :004, BStBl 2014 I S. 75) widersprochen. Das BMF hat das bis­he­rige Anwendungsschreiben zu § 35a EStG überarbeitet. Die Neu­fas­sung wurde am 9.11.2016 (BMF, Schreiben v. 9.11.2016 IV C 8 - S 2296-b/07/0003 :008, BStBl 2016 I S. 1213) veröffentlicht. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft werden die wich­tig­sten Än­de­rungen der Verwaltungsauffassung dargestellt.

Privilegien für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Im Hinblick auf eine umweltbewusste Zukunft spricht sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag für die Förderung der Elektromobilität aus und hat in jüngster Vergangenheit ein breites Maßnahmenbündel geschaffen, um Anreize für die - noch immer vergleichsweise kostenintensive - Anschaffung eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs zu geben.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft werden folgende drei Maßnahmen näher beleuchtet:

  • Besonderheiten bei der Ermittlung der privaten Nutzung eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs
  • Kaufprämie
  • Steuerbefreiungs- und Pauschalierungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Elektro- oder Hybridfahrzeugen
Newsletter 07.03.2017

Neufang Akademie News 4/2017

Die Themen der heutigen News sind:
  • Ar­beits­hil­fe zur Auf­tei­lung ei­nes Ge­samt­kauf­prei­ses für ein be­bau­tes Grund­stück
  • Barausgleich des Stillhalters bei Optionsgeschäften nach Verein­nahmung von Stillhalterprämien
  • Besteuerung der Barabfindung bei einem Aktientausch nach Ein­führung der Abgeltungsteuer
  • Umfang des Vorläufigkeitsvermerks bei Auszahlungen aus Schweizer Pensionskassen
  • DBA Schweiz - Durchführung von Schiedsvereinbarungen
  • Grundsätze des internationalen Steuerrechts vom 24.3. - 25.3.2017 in Calw

Ar­beits­hil­fe zur Auf­tei­lung ei­nes Ge­samt­kauf­prei­ses für ein be­bau­tes Grund­stück
Wird ein bebautes Grundstück erworben, ist der Gesamtkaufpreis im Verhält­nis der Verkehrswerte zwischen Grund und Boden und Gebäude sowie ggf. Außenanlagen aufzuteilen. Für die Aufteilung eines einheitlichen Kaufpreises bei Gebäuden hat das BMF Mitte 2014 eine Excel-Datei inklusive Arbeits­an­leitung zur Verfügung gestellt. [mehr]

Barausgleich des Stillhalters bei Optionsgeschäften nach Verein­nahmung von Stillhalterprämien
Inhalt von Optionsgeschäften ist der Erwerb oder die Veräußerung des Rechts, eine bestimmte Menge eines Basiswertes jederzeit innerhalb der vereinbarten Optionsfrist zu einem vorher vereinbarten Preis (Basiswert) vom Vertragspartner (Stillhalter) zu kaufen (Call- oder Kaufoption) oder an ihn zu verkaufen (Put- oder Verkaufs-Option). Die Prämie, die der Verkäufer eines Optionsrechtes (= Stillhalter) für die Einräumung der Option bei Abschluss des Optionsgeschäfts vereinnahmt, unterliegt gem. § 20 Abs. 1 Nr. 11 EStG der Besteuerung im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen, wenn sie nach dem 31.12.2008 zufließen (§ 52a Abs. 9 EStG). Vor Ein­führung der Abgeltungsteuer unterlag diese Stillhalterprämie der Besteuerung nach § 22 Nr. 3 EStG. [mehr]

Besteuerung der Barabfindung bei einem Aktientausch nach Ein­führung der Abgeltungsteuer
Im Grundsatz wurde bei Einführung der Abgeltungsteuer durch § 52a Abs. 10 Satz 10, Abs. 11 Satz 4 EStG eine Übergangslösung geschaffen, wonach nach Ablauf der einjährigen Haltefrist Aktien, die vor dem 1.1.2009 erworben wurden, steuerentstrickt sind und somit jegliche Veräuße­rungsgewinne daraus steuerlich unbeachtlich bleiben. [mehr]

Umfang des Vorläufigkeitsvermerks bei Auszahlungen aus Schweizer Pensionskassen
Die Finanzverwaltung vertritt die Auffassung, dass der allgemeine Vorläufigkeitsvermerk zu § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a EStG keine Änderungsmöglichkeit zu Gunsten der Steuerpflichtigen eröffnen würde. Diese Auffassung wird aus den nachstehenden Gründen nicht geteilt: [mehr]

DBA Schweiz - Durchführung von Schiedsvereinbarungen
Hierzu ist ein Schreiben des BMF ergangen, in welchem die Änderungen der Konsultations­ver­einbarung dargestellt werden. Soweit ein Verständigungsverfahren wegen einer Doppelbe­steue­rung eingeleitet werden soll, die die neuen Grundsätze zu beachten. [mehr]

Grundsätze des internationalen Steuerrechts vom 24.3. - 25.3.2017 in Calw
Die Globalisierung ist heutzutage in aller Munde, Unternehmen kaufen Waren und Dienst­leis­tungen aus aller Welt ein. Auch Outsourcing ganzer Betriebe ist keine Seltenheit. Für Steuer­berater ergeben sich daraus täglich neue Heraus­forderungen. Das praxisorientierte Seminar zum inter­nationalen Steuerrecht vermittelt Grundkenntnisse und alle wichtigen Infor­mationen für die tägliche Beratungsleistung eines Steuerberaters. Dabei wird neben aktuellen Ände­rungen im Bereich der Ertragsteuern (u. a. Gesetz zur Umsetzung der EU-Amtshilferichtlinie) auch auf die Problematik der Dokumentation bei Ver­rech­nungs­preisen bei mittelständischen Unternehmen einge­gangen. [mehr]

Newsletter 23.02.2017

Neufang Akademie News 3/2017

Die Themen der heutigen News sind:
  • Gemeinsame Nutzung eines Arbeitszimmers durch Ehe­gatten oder mehrere Steuerpflichtige
  • Arbeitsgemeinschaft Beratungspraxis 3/2017
  • Praxisseminar Buchhaltung I am 14.3.2017 in Calw
  • Grundsätze des internationalen Steuerrechts vom 24.3. - 25.3.2017 in Calw

Gemeinsame Nutzung eines Arbeitszimmers durch Ehe­gatten oder mehrere Steuerpflichtige
Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG ist ein häusliches Arbeitszimmer ab­zugs­fähig, wenn
- es Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit dar­stellt (dann voll abzugsfähig) oder
- kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (be­grenzt mit max. 1.250 € abzugsfähig).
Der Höchstbetrag des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG ist personen- und nicht ob­jekt­be­zogen zu verstehen (Änderung der Rechtsprechung). [mehr]

Arbeitsgemeinschaft Beratungspraxis 3/2017
Die Arbeitsgemeinschaft wird entweder geleitet durch Tobias Bohnenberger, LL.B., Steuer­berater, Prof. Bernd Neufang, Steuerberater, Michael Schäfer, LL.B., Steuerberater oder Dipl.-Finanzwirt (FH) Martin Stahl. [mehr]

Praxisseminar Buchhaltung I am 14.3.2017 in Calw
Zielsetzung des Seminares ist, anhand von Beispielsfällen und Geschäfts­vor­fällen die Aus­wirkungen auf die Buchhaltung einschl. der Behandlung der Umsatzsteuer praxisnah darzustellen. Neben den An­forderungen an eine ordnungsgemäße Buchhaltung soll den Teilnehmern auch vermittelt werden, welche inhaltlichen Anforderungen zu stellen sind, um eine qualitativ hoch­wertige Buchhaltung bzw. aus­sagekräftige Auswertungen (beispielweise für Banken im Rahmen des Ratings oder zur opti­mal­en unterjährigen Gestal­tungsberatung) zu erhalten. Zusätzlich sollen einige Einzelprobleme mit recht­lichen Grund­lagen und praktischen Hinweisen zur Verbuchung besprochen werden. Ver­buchungs­vorschläge werden formuliert. [mehr]

Grundsätze des internationalen Steuerrechts vom 24.3. - 25.3.2017 in Calw
Die Globalisierung ist heutzutage in aller Munde, Unternehmen kaufen Waren und Dienst­leis­tungen aus aller Welt ein. Auch Outsourcing ganzer Betriebe ist keine Seltenheit. Für Steuer­berater ergeben sich daraus täglich neue Heraus­forderungen. Das praxisorientierte Seminar zum inter­nationalen Steuerrecht vermittelt Grundkenntnisse und alle wichtigen Infor­mationen für die tägliche Beratungsleistung eines Steuerberaters. Dabei wird neben aktuellen Ände­rungen im Bereich der Ertragsteuern (u. a. Gesetz zur Umsetzung der EU-Amtshilferichtlinie) auch auf die Problematik der Dokumentation bei Ver­rech­nungs­preisen bei mittelständischen Unternehmen einge­gangen. [mehr]

Beratungspraxis 22.02.2017

Arbeitsgemeinschaft Beratungspraxis 3/2017

Themen dieser Arbeitsgemeinschaft sind insbesondere:

  • Aktuelle Rechtsprechung/Verwaltungsanweisungen
  • „Entsorgung“ einer Pensionszusage
  • Fallstudie zur Einbringung bzw. Veräußerung einer Freiberuflerpraxis

Die Arbeitsgemeinschaft wird entweder geleitet durch Tobias Bohnenberger, LL.B., Steuer­berater, Prof. Bernd Neufang, Steuerberater, Michael Schäfer, LL.B., Steuerberater oder Dipl.-Finanzwirt (FH) Martin Stahl.

Die nachfolgenden Themen bilden den Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft:

Aktuelle Rechtsprechung/Verwaltungsanweisungen
Besprochen werden insbesondere

  • Abgrenzung Zweckbetrieb/wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
  • Tägliches Auszählen einer offenen Ladenkasse
  • Verwaltung übernimmt BFH-Rechtsprechung zur Altersgrenze bei Pensionszusagen
  • Zuzahlungen über selbst getragener Kraftstoffkosten mindern geldwerten Vorteil
  • Betrieb des Entleihers keine erste Tätigkeitsstätte des Leiharbeitnehmers
  • Steuerliche Anerkennung von inkongruenten Gewinnausschüttungen
  • Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Mietzinsen
  • Angemessenheit der Gesamtausstattung des Gesellschafter-Geschäftsführers ab 2017

„Entsorgung“ einer Pensionszusage
Die in vergangenen Zeiten sinnvolle und beliebte Pensionszusage an einen Gesellschafter-Ge­schäftsführer wiegt heute als sinnbildliches Blei schwer in der Bilanz (B. Neufang, StB 2009 S. 117). Immer häufiger tritt die Situation auf, dass man sie deshalb möglichst ideal entsorgen möchte. Einen Königsweg gibt es dabei leider nicht. Der Beitrag soll einen Überblick über die verschiedenen Mög­lichkeiten der Entsorgung geben.

Fallstudie zur Einbringung bzw. Veräußerung einer Freiberuflerpraxis
In einer Fallstudie rund um die Einbringung einer Einzelkanzlei in einer Personengesellschaft werden praxisnah diverse Problemstellungen, wie das Spannungsfeld zwischen § 24 UmwStG und § 6 Abs. 5 EStG, der Eintritt gegen eine Leibrente und die zivilrechtliche Frage, wer überhaupt Partner einer PartG werden kann, aufgezeigt und erläutert.

Nachdem die erste schwere Hürde der schriftlichen Steuerberaterprüfung 2016 gemeistert wurde, fand ein erster Erfahrungsaustausch mit unseren diesjährigen Prüfungskandidaten statt.

Das nachstehende Gedächtnisprotokoll eines Prüfungskandidaten vermittelt einen Eindruck über die abgeprüften Themengebiete.

Tag 1

AO

Im Jahr 2011 ist der Einkommensteuerbescheid 2010 mit Schätzung für die Beteiligung an einer OHG oder KG erlassen worden. Der Bescheid stand unter Vorbehalt der Nachprüfung.

Im Jahr 2012 wurde der Gewinnfeststellungsbescheid raus geschickt und der ESt-Bescheid geändert. Im Gewinnfeststellungsbescheid war allerdings ein Zahlendreher enthalten den keiner bemerkt hatte. Das Finanzamt änderte mit Begründung §164(2) AO.

Im Dezember 2015 wurde mit einer Betriebsprüfung begonnen für die Jahre 2010-2013.
In dem berichtigten Bescheid war kein Vorbehalt der Nachprüfung mehr enthalten, jedoch war er auch nicht aufgehoben.

Bei dieser Betriebsprüfung: Bescheide im Jahr 2016 raus geschickt; wurde der Gewinn um ein paar Tausend Euro erhöht, der Fehler im Grundlagenbescheid jedoch nicht entdeckt.

Der Steuerpflichtige hat Einspruch eingelegt, der sich als nicht begründet heraus gestellt hat.

Der Finanzbeamte ist der Meinung er kann den Fehler des Grundlagenbescheides jetzt im Einspruchsverfahren noch berichtigen.

USt

Unternehmer A (Elektronikhändler) musste beurteilt werden

Ein Gebäude wird von Unternehmer zu 1/3 privat und zu 2/3 unternehmerisch genutzt. Das Gebäude wurde gemietet und dann im Laufe des Jahres 2015 gekauft. An der Nutzung hat sich nichts geändert.

Das Nachbargrundstück wurde von einer Privatperson gekauft die das Grundstück geerbt hatte. Auf diesem Grundstück wurden Parkplätze von einem österreichischen Bauunternehmer erstellt.

Kleidung für die Arbeitnehmer hat A in Österreich bestellt für 50 EUR pro Stück mit Firmenlogo. Diese Kleidung wurde an die Mitarbeiter weiter gegeben. Die Mitarbeiter mussten einen Unkostenbeitrag von 5 EUR bezahlen.

Warenlieferung von UN B in Deutschland an UN A (unser Unternehmer) in Deutschland und als letzter Abnehmer war eine Privatperson aus Österreich die die Ware jedoch in Deutschland beim UN B abgeholt hat. Die Liefer-und Erwerbsschwellen waren lt. Sachverhalt überschritten.

Bareinnahmen in Höhe von 30.000 EUR wurden auf dem Weg zur Bank gestohlen. Jedoch konnte der Dieb gefasst werden und UN A hat 19.000 EUR wieder erhalten.

50 Fußbälle wurden für eine Werbeaktion gekauft. Jeder Kunde hat bei einem Kauf eines Fernsehers einen Ball geschenkt bekommen. Ein Ball wurde an die Enkelin weiter gegeben.


Ein Kunde hat Ratenzahlung mit A vereinbart, Fernseher 5.000 EUR inkl. Zinsen 5.200 EUR.

Das Einzelunternehmen des Elektronikhändlers wurde in eine GmbH eingebracht. Das Grundstück wurde zurück behalten und an die GmbH vermietet mit USt-Ausweis. Ein Gesellschaftergehalt in Höhe von 5.000 EUR mtl. wurde bezahlt.

ErbSt

Aufgabe: Ermitteln Sie die Grunderwerbsteuer sowie die ErbSt/Schenkungssteuer für alle Beteiligten

Grunderwerbsteuer:

  • Verkauf eines Grundstücks zwischen Ehegatten
  • Schenkung 50% des Grundstücks von Vater an Sohn
  • Gründung einer GbR (Vater und Sohn) die vermietet
  • Umwandlung in OHG
  • Vater stirbt
  • Einbringung der OHG in eine GmbH die nur Grundbesitz hält und dem Sohn und der Schwester gehört

Erbschaftsteuer:

  • Tod in 2015
  • Familie lebt seit 3 oder 4 Jahren auf Gran Canaria, in Deutschland besteht noch eine Wohnung die ab und zu benutzt wird. Alle sind deutsche Staatsangehörige
  • Der Sohn hat ein Vermächtnis erhalten (Briefmarkensammlung), die uneheliche Tochter nicht; beide haben Pflichtteil nicht geltend gemacht
  • Es gab eine Wohnung auf Gran Canaria die von Ehefrau bewohnt wird; Wert 179.000 EUR war gegeben
  • Bewertung Uhrenwerkstatt:
    Ersatzteile im Wert von 1 Mio. EUR vorhanden, Substanzwert 1,5 Mio. EUR
    Teilwert-AfA wurde gebucht für eine Maschine
    AfA Firmenwert wurde gebucht, jedoch kein entgeltlich erworbener vorhanden

Nicht betriebsnotwendiges Vermögen (Patent) war vorher im Privatvermögen, gegen Rente. Die Rente wurde lt. Aufgabenstellung im Betriebsvermögen korrekt gebucht. Das Patent wurde Mitte 2013 angeschafft, Nutzungsdauer 10 Jahre, ab 01.01.14 als Betriebsvermögen behandelt. Rente wurde bis Mitte 2014 nicht bezahlt, da strittig war ob Patent überhaupt geschützt ist.

Borduhr (Sammlerstück, kein Wertverlust, auf Flohmarkt gekauft), AfA wurde gebucht, Vitrine zur Aufbewahrung 400 EUR wurde sofort als Aufwand behandelt

Uhrensammlung, gemeiner Wert z. B. 50.000 EUR seit 2007 nicht mehr erweitert, keine AfA gebucht.

Tag 2

ESt

Aufgabe: Ermitteln Sie die Abzugsbeträge der GmbH. Geben Sie auch den Zeitraum der Anmeldung durch die GmbH an.

  • Job-Ticket
    AG hat dies verbilligt von Bahnunternehmen erhalten, 50 EUR statt 60 EUR, Weitergabe an Arbeitnehmer, 30 Arbeitnehmer hatten je Monat 20 Arbeitstage und 5 km zur Arbeit

  • Betriebsveranstaltungen
    75 Arbeitnehmer haben teilgenommen; 30 inkl. Begleitung 40 ohne Begleitung
    Kosten Weihnachtsstollen je Arbeitnehmer 25 EUR
    Kosten kolumbianische Band die gleich am nächsten Tag wieder abgereist ist 2.000 EUR
    Kosten für Strom etc. (Veranstaltung in eigenen Räumen) 1.000 EUR
    Kosten für Catering 3.000 EUR jeweils zzgl. USt
    Die drei besten Arbeitnehmer erhielten je einen Gutschein i. H. von 1.000 EUR

  • Inventur
    Drei Inventurhilfen wurden angestellt, Schüler, nicht geringfügig beschäftigt.
    Catering pro Arbeitnehmer 35 EUR am Abend der Inventur damit Arbeitnehmer das Gelände nicht verlassen

  • Geburtstagsgeschenk
    pro Arbeitnehmer 50 EUR

  • Weihnachtsgeschenk
    pro Arbeitnehmer 40 EUR

  • Einladung durch Arbeitgeber
    Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, 9 Arbeitnehmer haben teilgenommen, Kosten 55 EUR zzgl. USt

  • Bauabzugssteuer
    ca. 5 kleine Sachverhalte

  • Kapitalertragsteuer
    Gewinnausschüttung an Gesellschafter, Zahlung an stille Gesellschafterin, Darlehen Gesellschafter an Gesellschaft

  • VIP-Tickets
    ca. 1.000 EUR pro Ticket inkl. Anteil Bewirtung Fußballspiel an:
    Arbeitnehmer, der beim Spiel Shirt mit Firmenlogo trägt, für die Gäste verantwortlich ist und als Gegenleistung das Ticket bekommt
    Übergabe an Lieferanten (GmbH)
    Übergabe an Kunden (Einzelunternehmer)

  • Zahlung 10.000 EUR aufgrund Bonusprogramm für Kunden

  • Gruppenunfallversicherung
    3.000 EUR für alle AN 40% für betriebliche Unfälle, 20% für Unfälle während Auswärtstätigkeit, 40% privater Bereich

KSt

1. Aufgabe: Ermitteln Sie das zu versteuernde Einkommen und den Bestand des steuerlichen Einlagekontos der Jahre 2005-2007 (entsprechen dem Rechtstand 2015)

Gezeichnetes Kapital 50.000 EUR, Gründung im Jahr 2003

Es war keine Bilanz angegeben. Lediglich eine Entwicklung des Kapitalkontos der Jahre 03-07 aus der der Gewinn/Verlust abgelesen werden konnte.

  • Pensionsrückstellung
    wurde direkt im Jahr nach der Gründung im Jahr 2004 gebildet, Steuerbescheide 2003-2004 weder bei Gesellschaft noch Gesellschafter noch änderbar.
    Die Höhe der Rückstellung war angegeben, die jeweils als Aufwand behandelt wurde.

  • Verbilligter Verkauf
    eines Grundstücks vom Gesellschafter an die Gesellschaft im Jahr 2005 oder 2006

  • Verkauf einer Beteiligung
    im Jahr 06 für 100.000 EUR. Im Jahr 2007 wurde nachträglich eine Kaufpreisminderung vereinbart und wieder auf dem Bankkonto gut geschrieben und als Aufwand behandelt

  • Gesellschafter stirbt
    im Jahr 2007, Tochter wird Gesellschafter-Geschäftsführerin. Die bestehende Pensionsrückstellung im Jahr 07 in Höhe von 80.000 EUR wird als Ertrag ausgebucht.

  • Nutzung Kfz
    Die Tochter nutzt ab Februar 2007 den geschäftlichen PKW (Kosten 400 EUR); ein fremder Dritter hätte 500 EUR bezahlt. Sie ist als Geschäftsführerin angestellt, im Arbeitsvertrag ist keine Kfz-Nutzung vereinbart. Bruttolistenpreis 70.000 EUR

2. Aufgabe: Ermitteln Sie den Verlustvortrag GewSt und KSt zum 31.12.2015

An der F-GmbH sind P zu 40% und G zu 60% beteiligt. P verkauft seinen Anteil an W für 220.000 EUR. Die F-GmbH ist zu 40% an der R-OHG beteiligt. An der R-OHG ist außerdem die B-GmbH zu 60% beteiligt. Die B-GmbH verkauft den Anteil an der R-OHG an S für 590.000 EUR.

Es waren Verlustvorträge zur KSt von und GewSt gegeben.

Tag 3

1. Teil: Aufgabe: Einzelunternehmer: Erstellen Sie die steuerrechtlichen Anpassungsbuchungen aufgrund handels-und steuerrechtlicher Grundlage.

Betriebsprüfung 2012-2014:

Ein Gebäude, 1 Mio. EUR. HK, im Jahr 1990 wurde degressiv abgeschrieben. Im Jahr 2014 wurden nachträgliche HK als Erhaltungsaufwand behandelt 100.000 EUR. Im Jahr 2015 wurde das Gebäude weiterhin betrieblich behandelt (Wert von BP war nicht gegeben, musste berechnet werden). Nutzung in 2015 weiterhin betrieblich, noch keine AfA verbucht.

Im Jahr 2008 wurde ein 20-jähriger Mietvertrag geschlossen mit der Auflage die Betriebsvorrichtungen zu entfernen. Kosten zum 31.12.14 86.000 EUR wurden im Jahr 2014 als Rückstellung gebucht, Wert bei Abriss inkl. Kostensteigerung 95.000 EUR. Handelsrechtlich 3.000 EUR höherer Wert (korrekter Wert musste ermittelt werden).

Im Jahr 2015 wurde der Mietvertrag um weitere 10 Jahre verlängert, eine Klausel zur Änderung enthielt er nicht. Die Betriebsvorrichtung muss weiterhin bei Ende der Mietzeit entfernt werden.

Die Gewerbesteuer 30.000 EUR wurde bei Zahlung als Aufwand behandelt.

Bei den Aktien im Betriebsvermögen musste zum 31.12.14 berechnet werden, ob eine dauernde Wertminderung vorlag. (Lt. Prüfung der Zahlen war die 5% Bagatellgrenze überschritten und niedrigerer Wert angesetzt).

Verkauf der Aktien im Jahr 2015, einmal 40% mit Gewinn im Juni, einmal 40% mit Verlust im November. Die Buchungen waren jeweils: Bank an Wertpapiere.

Zum 31.12.2015 war wieder der Wert der restlichen 20% gegeben mit 16.500 EUR, es musste nochmals die dauernde Wertminderung geprüft werden.


2. Teil: Aufgabe: An einer bestehenden OHG mit Anteilen von jeweils 50 % von A und B soll ein weiterer Gesellschafter mit 1/3 beteiligt werden.

Erstellt werden sollten sämtliche Sonderbilanzen, Ergänzungsbilanzen und Gesamthandsbilanzen zum 01.01.2015 und 31.12.2015.

A möchte soweit möglich keine stillen Reserven aufdecken, B möchte stille Reserven aufdecken.

In der Gesamthand sollen die Buchwerte erfasst werden. Die Kapitalkonten sollen die Beteiligungsverhältnisse darstellen.

Berechnet werden musste, wie viel C insgesamt einbringen muss, um die gleiche Beteiligungsquote von 1/3 zu erhalten.

Die Bilanz zum 31.12.2014 der OHG war gegeben.

Die stillen Reserven der Wirtschaftsgüter waren gegeben.
z.B. Grund und Boden 100.000 EUR
GWG 50.000 EUR
Technische Anlagen 50.000 EUR

Lt. SV Kein Firmenwert vorhanden.

C leistet die Einlage in Geldleistung und nimmt hierfür ein Darlehen mit 500.000 EUR auf. Der Rest stammt aus privaten Mitteln. Das Darlehen ist halbjährlich zu tilgen mit 10 Raten je 60.000 EUR.

Für die Fortentwicklung der Buchwerte für das Jahr 2015 waren die Restnutzungsdauern des Anlagevermögens gegeben, für ca. 5 Wirtschaftsgüter.


3. Teil: M-GmbH. Ermittelt werden sollte der handels- und steuerrechtliche Jahresüberschuss 2015 mithilfe der G. u. V. Posten. Zudem waren die Korrekturbuchungssätze anzugeben. Auch die erforderlichen Steuerrückstellungen waren zu buchen.

Die latenten Steuern waren zu berechnen (unsaldierter Ausweis).

Die M-GmbH hat Büromöbel hergestellt, bis zum Abschlussstichtag HK in Höhe von 70.000 EUR, bis zur Fertigstellung im April 2016 entstanden noch folgende Kosten:

Materialgemeinkosten 10.000
Verwaltungskosten 10.000
Vertriebskosten 1.000
Kalkulatorische Zinsen 1.000
Unternehmergewinn 20.000 EUR

Der bisherige Auftraggeber hätte 130.000 EUR bezahlt, dieser ist abgesprungen und die M-GmbH muss die Möbel für 90.000 EUR hergeben. Buchungen waren noch nicht erfolgt.

Der Gesellschafter, 80% beteiligt und Geschäftsführer hat auf Nachfrage des Steuerberaters seine Kasse so manipuliert, dass 166.600 EUR zu wenig Umsatz erfasst wurden. Dieser Betrag wurde privat vereinnahmt. Eine Rückzahlung ist nicht vorgesehen. (im SV war gegeben dass der Gesellschafter die KapESt bezahlen muss falls eine anfällt).

Um einen Kaufvertrag über Möbel an die B-GmbH im Jahr 2015 abschließen zu können musste die M-GmbH eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 100.000 EUR bei der Volksbank abschließen. Der Umsatz wurde korrekt verbucht.

Noch vor Abschlusserstellung im Januar 2016 wird das Insolvenzverfahren für die B-GmbH eröffnet und die Quote wird bei 10% liegen.

Im Jahr 2015 hat eine Umsatzsteuersonderprüfung stattgefunden. Das Finanzamt hat den Monat August 2015 korrigiert und es wurden 30.000 EUR bezahlt. Einzige Buchung:
Umsatzsteuer an Bank
30.000                30.000

Folgendes wurde in der Prüfung beanstandet:

  • Steuerfreie Umsätze von 29.560 EUR wurden als steuerpflichtig behandelt
  • USt-Korrektur §15a UStG in Höhe von 2.000 EUR für umsatzsteuerschädliche Gebäudenutzung
  • VSt aus Herstellungskosten für ein neues Gebäude im Jahr 2015 mussten zurück bezahlt werden da die Vermietung an Ärzte geplant war. (war versehentlich als VSt erfasst)