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Beratungspraxis 24.10.2018

Arbeitsgemeinschaft Beratungspraxis 11/2018

Thema dieser Arbeitsgemeinschaft ist:

  • Aktuelle Rechtsprechung/Verwaltungsanweisungen
  • Aktuelle Gesetzgebung inkl. Mehrwertsteuerpaket der EU
  • Aktuelles zu Organschaften inkl. Neuregelung zum 1.1.2019
  • Reiseleistungen im Hinblick auf die neue EuGH Rechtsprechung

Die Arbeitsgemeinschaft wird entweder geleitet durch Dipl.-Finanzwirt (FH) Michael Busch, Richter am Finanzgericht, Prof. Dr. Sascha Gieseler, Dipl.-Finanzwirt (FH) Simon Hartmann oder Dipl.-Finanzwirt (FH) Teresa Urban, Steuerberater.

Die nachfolgenden Themen bilden den Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft:

Aktuelle Rechtsprechung/Verwaltungsanweisungen
Besprochen werden insbesondere:

  • Bemessungsgrundlage bei Tauschumsätzen, keine Minderung durch Fehlannahme - Ein späterer Verkauf unter dem Einkaufspreis berechtigt nicht zur Korrektur des Anschaffungspreises
  • Keine Option bei Verpachtung von Grundbesitz an Pauschallandwirte - Der BFH versagt ein in der Praxis bedeutsames Gestaltungsmodell
  • Legen eines Hauswasseranschlusses durch Bauunternehmen ist ermäßigt zu besteuern
  • Kein ermäßigter Umsatzsteuersatz für "Dinner Show"
  • Ausstellung mehrerer Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis - Wie wird § 14c UStG z. B. bei Vorauszahlungsrechnungen vermieden?
  • Wirksame Berichtigung eines Steuerbetrags nach § 14c Abs. 1 UStG - Setzt die Berichtigung nach § 14c Abs. 1 UStG voraus, dass die zu hoch vereinnahmte Steuer dem Leistungsempfänger zurückgezahlt wird?
  • Leistungsdatum auf Rechnung nicht immer zwingend notwendig, wenn sich das Leistungsdatum aus sonstigen Überlegungen ergibt
  • Vorsteuerabzug bei Auflösung eines langfristigen optierten Pachtvertrags gegen Entgelt hängt mit der Verpachtung zusammen, auch wenn anschließend ein steuerfreier Verkauf erfolgt, sodass ein Vorsteuerabzug möglich ist
  • Vorsteuer bei geleisteten Anzahlungen und ausbleibender Leistung - Ist Vorsteuer bei Betrugsmodellen möglich?
  • Kleinunternehmer: EuGH-Vorlage zur Berechnung der Umsatzgrenze bei Differenzbesteuerung - Ist für die Frage des Kleinunternehmers auf den gesamten Umsatz oder lediglich auf die Marge abzustellen?
  • EuGH-Vorlage zur Umsatzbesteuerung von Vereinen - Kann z. B. das Greenfee (Ausleihen von Golfbällen) bei einem Golfplatz umsatzsteuerfrei nach Art. 132 Abs. 1 Buchstabe m MWStSystRL sein?

Umsatzsteuerliche Änderungen durch das Jahressteuergesetz 2018
Ein Großteil der Neuerungen im Entwurf zum sog. Jahressteuergesetz 2018 (vollständig: Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften) geht auf notwendige Anpassungen an EU-Recht und EuGH Rechtsprechung sowie Umsetzung oder Reaktion auf Rechtsprechung des BFH oder BVerfG zurück. Für die tägliche Beratungspraxis sind insbesondere folgende Änderungen maßgebend:

  • Umsetzung der sog. Gutscheinrichtlinie, wodurch eine völlige Neuregelung im Hinblick auf die Ausgabe von Gutscheinen erfolgt.
  • § 3a Abs. 5 UStG (z. B. sonstige Leistungen auf elektronischem Weg) wird um einen Schwellenwert für elektronische Dienstleistungen an Nichtunternehmer in Höhe von 10.000 € p. a. ergänzt, was in der Praxis zu einer erheblichen Erleichterung der Besteuerung führen wird.

Diese und weitere Neuregelungen werden - unterstützt durch zahlreiche Praxisbeispiele - systematisch aufgearbeitet und dargestellt.
Außerdem werden die Grundsätze des sog. Mehrwertsteuer-Aktionsplan der Europäischen Kommission dargestellt.

Aktuelles zu Organschaften und Neuregelung zum 1.1.2019
Zum Jahreswechsel erfolgen einige wichtige Änderungen im Bereich der Organschaften, insbesondere im Hinblick auf Personengesellschaften. Daher wird dieses Thema näher beleuchtet, um in der Praxis schnell erkennen zu können ob eine Organschaft vorliegt, und was ggf. getan werden kann, um diese zu verhindern.

Reiseleistungen im Hinblick auf die neue EuGH Rechtsprechung
Die Besteuerung von Reiseleistungen hat in der jüngeren Vergangenheit durch das Urteil des EUGH vom 8.2.2018 (EuGH, Urteil v. 8.2.2018 C-380/16 (Kommission/Deutschland), DStR 2018 S. 346) in einem Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Auch wenn gegenwärtig noch keine gesetzgeberische Änderung vorgesehen ist, ist mit dieser zu rechnen. Weil die Auswirkungen - z. B. Verbot der Gesamtmargenberechnung - für die betroffenen Mandanten erhebliche Auswirkungen auch im Hinblick auf die Datenaufbereitung haben, besteht bereits jetzt vorsorglicher Handlungsbedarf. Daher wird die Regelung insgesamt dargestellt und aufgezeigt, an welchen Stellen Änderungen zu erwarten sind. Außerdem wird aufgezeigt, dass beispielsweise typische Vermittlungsleistungen von den Änderungen nicht betroffen sind.

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